Spieße mit Hähnchenfleisch können unfassbar grausam sein. Trocken, fade und völlig einfallslos. Zum Glück sind diese Hähnchenspieße nach Jerk-Chicken-Art eine ganz andere Liga. Die Aromen sorgen dafür, dass man sich sofort in den Sommer versetzt fühlt – egal, wann man die Hähnchenspieße nach Jerk-Chicken-Art auf den Grill wirft (Anzeige).

Nachdem mein Hähnchen-Rub so gut angekommen ist, hier ein weiteres Rezept mit Huhn: Alles geht wie immer mit dem Einkauf los. Dabei unbedingt auf gute Qualität achten, die schmeckt man später: Für vier Personen je 1 Hähnchenbrustfilet (je um die 200 g).

Vorbereitungen

Jerk-Marinade

3 EL sehr scharfer Hot Sauce (wie die Red Habanero Sauce von Mexican Tears)
1 großer Bund frischer Koriander (Blätter grob abgezupft, Stiele sehr fein geschnitten)
120 ml Rapsöl
2 Frühlingszwiebeln, nur die weißen und hellgrünen Teile grob gehackt
3 Knoblauchzehen, grob gehackt
1 EL gemahlener Piment
1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 EL fein gehackter Ingwer
1 TL grobes Meersalz
1 EL Zucker
Saft von einer halben Limette

Alle Zutaten im Mixer zu einer Paste pürieren.

…und weil die Marinade die Hähnchen-Spieße recht scharf macht brauchen wir noch etwas zum „Abkühlen“:

Honig-Limetten-Schmand

– 150g Schmand
– 1 Bio Limone (Saft & Zeste)
– 1/2 Bund frischer Koriander (Blätter fein geschnitten, Stiele anderweitig verwenden)
– 1 Eßlöffel weißer Balsamico
– 2 Eßlöffel Honig
– 10 g Sesam (optional)

Bis auf den Sesam alles zusammen glattrühern und abschmecken. Danach im Kühlschrank kalt stellen und eine Stunde vorm Servieren rausnehmen, dann kann schmeckt man die Aromen besser.

Dann brauchen wir noch ein paar Metall- oder Holzspieße, Holzspieße mind. 30 Min. gewässert

Zubereitung

Die Hähnchenbrüste parieren (Fett weg schneiden) und dann in 1-2 cm breite Streifen schneiden. Die Innenfilets ganz lassen.

Alles in einen großen Gefrierbeutel mit Zip-Verschluss geben. Die Jerk-Marinade einfüllen und ordentlich mit dem Fleisch mischen, dabei ruhig 2 Minuten einmassieren. Die Luft aus dem Beutel streichen, den Beutel verschließen und das Fleisch 2-3 Std. Im Kühlschrank marinieren lassen. Nicht zu lange, sonst greift die Säure aus dem Limettensaft das Fleisch zu stark an und macht es irgendwann matschig.

Den Grill für direkte starke Hitze (230-290°C) vorbereiten.

Die Hähnchenstreifen mit Einweg- oder Gummihandschuhen durch die Mitte
auf die Spieße stecken. Wenn Du ohne Handschuhe arbeitest, die Hände
danach gründlich waschen, die Chilisauce will man nicht in den Augen haben.

Jetzt müssen wir noch kurz dafür sorgen, dass die Hähnchen-Spieße nicht zu sehr am Rost festbacken. Also den Grillrost mit der Bürste gründlich säubern und kurz vor dem Auflegen der Spieße ein in Rapsöl getränktes Küchentuch mit der Grillzange greifen und damit den Rost einölen.

Die Spieße jetzt über direkter starker Hitze bei geschlossenem Deckel 6-8 Min. grillen, dabei einmal wenden. Sonst backt die Marinade am Rost fest und beim Wendemanöver reissen Fleischfasern aus.

Kleiner Tipp: Damit Holzspieße nicht verbrennen nehme ich etwas Alufolie und falte sie einmal längs. Das kommt unter die Spieße, nicht unter das Fleisch. Damit wird die aggressive Hitze der Kohle abgeschirmt.

Das Fleisch sollte sich schließlich fest anfühlen. Wer ein Einstichthermometer hat, der gart bis 75°C. Die Spieße vom Grill nehmen und sofort (mit dem Honig-Limetten-Schmand) servieren. Optional noch mit dem gerösteten Sesam bestreuen.