- Warum: verkohlte Speisereste wirken wie ein Docht – ein sauberer Grill beugt einem Fettbrand vor
- Roste: vor und nach dem Grillen mit der Drahtbürste abschrubben, das reicht
- Innenraum: Brenner mit Alufolie abdecken, mit Kaltreiniger (FUSL) einsprühen, 1 Stunde oder über Nacht einwirken lassen – nicht in der Sonne, ab ca. 40 °C lässt die Wirkung nach
- Rauchharz: Bar Keeper’s Friend auf den feuchten Schwamm, ca. 15 Minuten einwirken lassen, in Schliffrichtung abreiben
- Edelstahl außen: abwaschen, dann NeoBlank mit sauberem Baumwolltuch – keine Schlieren, keine Fingerabdrücke
Anleitung von 2020 – die genannten Produkte habe ich selbst verwendet.
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Gasgrill reinigen - einfach, schnell und dauerhaft
Den Grill reinigen - das sollte nicht nur im Frühjahr zu Beginn der „Saison“ passieren. Aber wie bekommt man auch hartnäckigen Schmutz mühelos und einfach vom Grill runter? Und wie reinigt man seinen Edelstahl-Grill so, dass auch hinterher nicht ständig Fingerabdrücke zu sehen sind? Kurzum: wie macht man sich das Leben leichter?
Aber zunächst: Warum überhaupt den Grill sauber machen? Das hat neben der Idee, dass ein teurer Gasgrill ja auch auf der Terrasse eine gute Figur machen soll, vor allem Sicherheitsgründe: Verkohlte Speisereste wirken schnell wie ein Docht, der das Fett leichter entzünden kann. Ein Fettbrand wäre die Folge.

Gasgrill in Edelstahl-Optik
Die Edelstahl-Versionen der Gasgrills sind sehr beliebt. Aber: Kaum einer denkt im Ausstellungsraum des Grillfachhändlers daran, dass der Grill nicht immer so sauber sein wird. Edelstahl ist zwar nicht schmutzanfälliger als bspw. schwarze Emaille - aber Dreck und Verfärbungen fallen eher auf.
Aber keine Sorge, ich hab ein paar Tricks, wie das Ganze mit überschaubarem Aufwand erledigt werden kann.

Was braucht man zum Grill reinigen?
- einen Eimer klares, möglichst warmes Wasser
- Putzschwamm und Mikrofasertuch*
- Alufolie
- einen großartigen Universalreiniger: FUSL*
- um Verfärbungen von Edelstahl und hartnäckigen Schmutz zu lösen: Bar Keeper’s Friend*
- um den Edelstahl vor neuen Fingerabdrücken zu schützen: NeoBlank*
Das klingt erstmal nach einer ordentlichen Investition, lohnt sich aber. Man braucht nicht viel davon: Von den beiden letztgenannten habe ich seit 5 Jahren (Stand 2020) immer noch die erste Packung.
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Weitere InformationenSchritt 1: Innenraum im Grill reinigen
Vorweg muss ich all jene enttäuschen, die jetzt von mir den ultimativen Tipp erwarten, wie man GrillROSTE wieder in den Kaufzustand versetzt. Damit halte ich mich nicht auf. Die Roste - egal ob Guss oder Edelstahl - werden nach und vor dem Grillen mit einer Drahtbürste abgeschrubbt und fertig. Durch die Hitze im Grill muss man sich keine Sorgen über Keime machen.
Ich gehe bei der Reinigung von Gasgrills immer so vor:
- Alle Roste raus.
- Bleche über den Brenner raus.
- Falls vorhanden: die unteren Flammabweiserbleche ebenfalls raus.
- Die Brenner bürste ich mit einer Edelstahlbürste ab und achte darauf, dass alle Löcher hinterher zünden. Danach werden sie mit Alufolie abgedeckt, damit kein Wasser oder Reiniger reinkommt.

- Den kompletten Innenraum und alle Bleche sprühe ich mit FUSL* ein und warte 1 Stunde, besser noch über Nacht. Immer darauf achten, dass FUSL nicht verdunstet, da er sonst nicht einwirken kann! Auf dem Bild habe ich den FOAMSTER ausprobiert. Gefällt mir sehr gut, ist aber recht teuer und daher eher optional. Wer den Grill häufiger reinigt, dem sei er allerdings ans Herz gelegt, weil er dafür sorgt, dass der Reiniger länger haften bleibt. Ich verdünne den FUSL dann 1:4 mit Wasser. (Hier kann man den FOAMSTER kaufen* und hier die günstigeren 1-Liter-FUSL-Flaschen*.)
TIPP: FUSL Grillreiniger ist ein sog. Kaltreiniger. Ab ca. 40° C verliert er seine volle Reinigungskraft. Der Grill sollte beim Reinigen nicht in der Sonne stehen.
- Mit einem günstigen Pfannenwender aus Holz (bspw. von IKEA) mechanisch die inneren Seiten abschaben und den vom Reiniger gelösten Dreck in den Fettauffang schieben.

- Die Schale aus dem Fettauffang herausnehmen und entsorgen. Wenn möglich eine größere Schüssel unter das Loch zur Fettauffangschale platzieren.
- Nach dem mechanischen Reinigen mit klarem, kalten Wasser nachspülen.
- Vorgang je nach Anspruch wiederholen. Wie neu wird er aber vermutlich nie aussehen. Bei mir darf ein Grill eine Patina haben.
(Sorry für das aufmerksamkeitsheischende Beitragsbild...)
- Die Bleche mit einer Edelstahlbürste reinigen.
- Alles wieder zusammensetzen.

Schritt 2: Rauchharz entfernen
Jetzt kommt der Teil, der den größten Aha-Effekt haben wird: Verfärbungen und hartnäckige Rauchreste entfernen.
Wem das Ergebnis oben noch nicht reicht, dem bleibt entweder ein aggressiver Rauchharzentferner - oder eine mildere Alternative namens Bar Keeper’s Friend zum Grill reinigen. Bar Keeper’s Friend ist ein Pulver. Davon kommt etwa ein Teelöffel auf den feuchten Schwamm. Mit dem Schwamm wird der Dreck eingerieben. Es entsteht eine weiße Paste, die man gut verteilt.
Nach einer guten Viertelstunde kann man schonmal probieren, ob sich der Dreck schon lösen lässt. Dazu mit der rauen Seite eines feuchten Schwamms in Richtung der Bürstung des Edelstahls reiben. Falls der Erfolg noch nicht da ist, eine weitere Viertelstunde einwirken lassen.
Auch hier hilft es, den Vorgang zur Not ein zweites Mal zu wiederholen. Ich habe allerdings meist beim ersten Versuch sehr gute Erfolge erzielt. Alles mit klarem Wasser abwaschen.
Schritt 3: Grill außen reinigen
Jetzt kommt der Rest dran: Außen sind die Verschmutzungen jetzt nicht mehr der Rede wert. Der Grill wird mit Edelstahlreiniger, Spüli-Lösung oder wieder mit FUSL eingesprüht und mit Wasser und Schwamm abgewaschen.
Bei Grills in Edelstahl-Optik werden dabei leider schnell Putzstreifen und Schlieren sichtbar. Hier hilft NeoBlank* - einfach einsprühen, mit einem sauberen (!) Baumwolltuch nachwischen - fertig! Keine Schlieren, keine Fingerabdrücke mehr. Aber achtet darauf, dass das Tuch keine kleinen Steinchen oder ähnliches enthält. Ich habe mir schon einige Flächen mit kleinen Kratzern verunstaltet, weil im letzten Arbeitsschritt der Weg ins Haus sooo weit war...
Schritt 4: Genießen!
Hol Dir einen Stuhl, stell ihn so auf, dass Du Dein Werk begutachten kannst, mach Dir ein Bier auf - Du hast es Dir verdient! Weitere Kniffe rund ums Grillen findest Du unter Tipps & Tricks.
Jetzt seid ihr dran: Habt ihr auch Tipps zum Säubern eures Gasgrills? Dann ab damit in die Kommentare! So hat jeder was davon. Die besten Tipps nehme ich mit in ein Update des Artikels auf - natürlich mit Nennung der Quelle!
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So kennzeichne ich sämtliche Beiträge, für die ich PR-Samples, kostenlose Produkte oder einen Unkostenbeitrag erhalten habe. Genauso wenn Provisionslinks eingebunden wurden. Es handelt sich trotzdem auf kuestenglut.de immer um meine ehrliche Meinung, denn inhaltliche Vorgaben akzeptiere ich nicht.
Häufige Fragen
Wie oft sollte man einen Gasgrill reinigen?
Die Roste bürste ich vor und nach jedem Grillen ab. Den Innenraum sollte man nicht nur einmal im Frühjahr zum Saisonstart sauber machen, sondern regelmäßig – vor allem aus Sicherheitsgründen, weil verkohlte Reste Fett leichter entzünden.
Sollte man den Gasgrill ausbrennen?
Ausbrennen heißt: alle Brenner bei geschlossenem Deckel etwa 10–15 Minuten auf voller Leistung laufen lassen. Dabei verkohlen Reste auf den Rosten und lassen sich danach leicht abbürsten. Eine gründliche Reinigung von Innenraum, Blechen und Fettauffang ersetzt das aber nicht.
Womit reinigt man den Innenraum des Gasgrills?
Mit einem Kaltreiniger wie FUSL: einsprühen, mindestens eine Stunde einwirken lassen, mit einem Holzwender abschaben, den gelösten Schmutz in den Fettauffang schieben und mit klarem Wasser nachspülen. Die Brenner vorher mit Alufolie abdecken.
Wie bekommt man Rauchharz vom Grill?
Mit Bar Keeper’s Friend: etwa einen Teelöffel auf den feuchten Schwamm, einreiben, eine Viertelstunde einwirken lassen und dann mit der rauen Schwammseite in Schliffrichtung abreiben. Notfalls wiederholen; die aggressivere Alternative ist ein Rauchharzentferner.
Wie bleibt ein Edelstahl-Grill frei von Fingerabdrücken?
Nach dem Reinigen NeoBlank aufsprühen und mit einem sauberen Baumwolltuch nachwischen. Achte darauf, dass im Tuch keine Steinchen hängen – sonst gibt es Kratzer.






Ein wirklich schöner Beitrag. Sehr gut fand ich, wie Ihr die einzelnen Schritte mit Bildern erklärt habt.
Lg Marcel