Pork Belly Burnt Ends aus dem Schweinebauch sind ein wirklich genialer Snack! Aber kann man das Ganze nicht noch toppen? Mit einer leckeren Kruste vielleicht? Ich finde, man kann – mit KrustenHappen!

Zutaten

– Schweinebauch
– Barbecue-Rub möglichst ohne Zucker (bspw. Magic Zero* von Ankerkraut)
– Salz

Für die Glasur

– Barbecue-Soße nach Wahl (bspw. BBQUE Chili & Kren*)
– Honig
– Butter
– Hot Sauce
– ein feuerfestes Gefäß (ideal ist ein kleiner Dutch Oven wie der FT 1 von Petromax*)

Bei diesem Rezept kann ich Euch keine genauen Mengenangaben geben, denn zu unterschiedlich ist der persönliche Geschmack. Pro Person rechne ich ca. 150g Schweinebauch, aber das hängt davon ab, ob ihr die KrustenHappen als Vorspeise oder als Hauptgericht serviert. Aber der Reihe nach. Wie so häufig beginnt es idealerweise am Abend zuvor.

Vorbereitung

Ich sags gleich vorweg: diesen Punkt kann man überspringen, wenn man keine Zeit hat oder eher der spontane Typ ist. Aber wenn man sich die Zeit nimmt, dann wird man mit einer besonders leckeren Kruste belohnt. Und dafür lohnt es sich doch vielleicht, den Abend vorher loszulegen, oder?

Es ist auch gar nicht viel zu tun. Man legt den Schweinebauch in eine Schale, salzt die Schwarte kräftig mit handelsüblichem Salz und stellt die Schale über Nacht offen in den Kühlschrank.

Wenn man noch einen Schritt weiter gehen will kann man in die Schale eine 5%ige Salzlake (je 5g Salz in 100ml Flüssigkeit auflösen) geben. Aber nicht weiter als bis zur Fettschicht unter der Schwarte. Das führt dazu, dass sich der Salzgehalt des Wassers und der des Fleisches angleichen. Das Salz in dem Fleisch kann dann besser den Fleischsaft halten und das Ergebnis wird noch saftiger. Besonders empfehlenswert ist das bei einem klassischen Schweinebraten, aber auch hier kann es definitiv nicht schaden.

Zubereitung

Den Schweinebauch aus der Schale nehmen, trocken tupfen und dann das Salz mit einem trockenen Küchentuch vollständig entfernen. Falls ihr die Vorbereitungen ausgelassen habt, dann einfach den Schweinebauch so gut es geht trocken tupfen.

Jetzt in Quadrate mit 5 cm Kantenlänge schneiden. Dabei am unteren Ende begradigen, sodass sie auf dem Gitter stehen.

Mein Schlachter schneidet leider die Rippchen aus dem Bauch einzeln raus. Dabei hätte ich viel lieber mal wieder richtige Spareribs. Deshalb mache ich die meist so wie hier – aber ich schweife ab…

Zwei Untertassen oder kleine Kuchenteller bereitstellen. Auf den einen kommt eine Lage Salz, auf den anderen der Rub. Jetzt drückt man die die Fleischseiten in den Rub und die Schwarte in das Salz.

Wichtig ist dabei, dass kein Rub auf die Schwarte kommt. Der verbrennt sonst später und lässt die Kruste unansehnlich schwarz werden.

Die fertig behandelten Würfel kommen auf ein Kuchengitter. Damit es keinen Stress mit dem Haushaltsvorstand gibt – hier* gibt es ein zweites zu kaufen – nur für euch.

Der Grill wird jetzt auf 120 bis 130°C eingeregelt. Wichtig: die Briketts müssen aufhören zu rauchen. Rauch sorgt durch die Gerbstoffe dafür, dass die Schwarte nur schwer aufpoppt. Gasgriller fragen sich jetzt natürlich, wovon hier die Rede ist.

Glasur

Jetzt ist es fast geschafft. Nachdem die Happen mit dem Kuchengitter für 2 Stunden im Grill Platz genommen haben, könnt ihr euch in aller Ruhe um die Glasur kümmern. Dafür kocht ihr zwei Teile Barbecue-Soße auf mittlerer Hitze mit einem Teil Butter und einem Teil Honig auf. Von der Menge her sollte es möglich sein, die Würfel bis zur Schwarte darin später zu baden. Abschmecken nicht vergessen! Wer es gern etwas schärfer mag, der gibt jetzt einen kräftigen Schluck scharfe Sauce wie Tabasco, Sriracha oder Mexican Tears dazu. Ich finde, das gehört einfach dazu.

Nach den zwei Stunden nehmt ihr die Happen vom Grill und heizt ihn richtig hoch. 250° dürfen es gerne sein. Dann die kleinen Biester wieder rein in den Grill und die Kruste aufpoppen lassen. Das dauert keine 10 Minuten, also unbedingt dabei bleiben, denn nach lecker kommt schwarz. Dieser Schritt ist auch der Grund für den zuckerfreien Rub, denn Zucker verbrennt schneller als die Schwarte poppt.

Ist die Schwarte gepoppt nimmt man die KrustenHappen einzeln, taucht sie in die Glasur und lässt die nochmal kurz im Grill trocknen. Wieder aufpassen, dass nichts auf die Kruste kommt. Hat man das alles fehlerfrei bewältigt wird man mit einem wirklichen Hochgenuss belohnt. Die Happen haben noch Biss, sind aber trotzdem zart.

Wenn ihr die KrustenHappen nachmacht würde ich mich freuen, wenn ihr mich auf Facebook oder Instagram auf einem Bild verlinkt. In jedem Fall wünsche ich euch gutes Gelingen!

*Amazon Partnerlink – siehe Impressum